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 Betreff des Beitrags: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Fr 25. Sep 2009, 20:10 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Hi DIYér, die Idee sicherlich nicht neu. Allerdings fand ich auch kein vorgestelltes DIY zu diesem Thema.

Weil ich in meiner Wenigkeit nicht den Neuerpfinder der Einpunkter, Faden - oder Magnetlagertechnik sehe, nahm ich eine kardanische Lagerung mit einstellbaren Lagern aus einem geschlachteten Laufwerk japanischer Herkunft (Kenwood)? - na irgendwas aus der Schublade mit Matsushita Motor. Die Antiskating musste ich im Gewicht erleichtern, weil der neue 12"er viel leichter lief als der alte 9"er. Viel wichtiger: Ich musste die Lager in der Horizontalen lockern, damit der Arm sich leicht bewegt. :verycool: Headshell vom Tacco. Leichtes Modding auch daran.

MessLP hab ich noch nicht laufen lassen...(irgendwie ist hier immer alles weg)

Subjektiver Höreindruck: HAMMER

Das Geld für einen Project 12 cc kann ich stecken lassen.

Dieses Ding ist "made in Eile" - beim Carbon-ix 2 lasse ich mir etwas Originelleres einfallen.

Siehe Pics

Hat jemand von Euch mal was Ähnliches umgesetzt.

Für Anregungen dankbar.

Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Fr 25. Sep 2009, 23:51 
Administrator

Registriert: Di 4. Dez 2007, 23:42
Beiträge: 416
Ich habe neulich mal Resonanzmessungen mit einem Laser-Interferometer an einem Carbonrohr gesehen - das rappelt wie die Hölle, das Zeug. Ich empfehle eine passende Bedämpfung. Möglich wäre zum Beispiel, in guter alter SME-Manier, einen Balsaholzstab einzukleben. Guckst du z.B. hier.
Ansonsten: schöne Arbeit, glaube ich gerne dass das lecker Töne macht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Sa 26. Sep 2009, 01:02 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Danke für den Tip Holger, hab ich natürlich auch schon drüber nachgedacht-

diese Balsaholzgeschichte war auch in die Unterseite Scheu Classic gequetscht...( nicht in rund :mrgreen: )

Meine Gedanken gingen dahin, einfach Bauschaum einzufüllen. Wenn ich das Ausschäumröhrchen einer Baumarktpulle verjünge, dann hab ich Bedenken, die Konstruktion zu sprengen-was sicherlich auch nicht uninteressant wäre :lol: - so grübel ich darüber nach, das Zeugs einfach in einer Spritze aufzuziehen und in kleiner Portionierung da einzubringen. Mechanisch müsste das Ding einiges vertragen.

Das Rohr selbst ist allererste Güte. Nicht das Billigzeugs aus dem Modellbaubedarf. ;)

"Das Gestell" hatte ich mal vor einiger Zeit für einen Holzarm als Beistellsubbasis für gebaut, darum brauchte ich aktuell nur Holz gegen Carbon tauschen. Zum Ausprobieren allein hätte ich nicht "so einen Aufriss gemacht"... nun darf er bleiben, bis Carbonix 2 kommt. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Sa 26. Sep 2009, 10:03 

Registriert: Mo 31. Dez 2007, 00:46
Beiträge: 100
captainchaoshund hat geschrieben:

...

diese Balsaholzgeschichte war auch in die Unterseite Scheu Classic gequetscht...( nicht in rund :mrgreen: )

Meine Gedanken gingen dahin, einfach Bauschaum einzufüllen. Wenn ich das Ausschäumröhrchen einer Baumarktpulle verjünge, dann hab ich Bedenken, die Konstruktion zu sprengen-was sicherlich auch nicht uninteressant wäre :lol: - so grübel ich darüber nach, das Zeugs einfach in einer Spritze aufzuziehen und in kleiner Portionierung da einzubringen. Mechanisch müsste das Ding einiges vertragen.



Dass der Bauschaum effektiv bedämpft glaube ich nicht, hat einfach zu wenig Dichte/zu große Poren das Zeug. Wegen des Rohres musst Du Dir aber keine Gedanken machen, die zeitgenössischen Schäme sprengen nicht mehr alles. Wenn ich mich recht erinnere, gab es im alten Lencolovers Forum da mal Versuche mit Bauschaum an verschiedenen Armen, das hat nicht klappt.

Aber Du könntest ausprobieren ob das geht, indem Du testweise das Rohr mit Schrumpfschlauch überziehst. damit geht nix kaputt und wenn das sitzt, dann dämpft es ziemlich gut. Wenns dadurch (noch) besser wird kannst Du ja immer noch ein Balsastäbchen in das Rohr hineinpfrimeln.

Schöner Arm!

Gruß

Flo


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 00:50 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Danke dafür, dass ihr euch auch zur Dämpfung ´n Kopf gemacht habt.

Ich will dringendst diesen Gewichtsvorteil behalten + verteidigen - einen 12"er Leichtholzmichel hab ich an einer anderen Drehkonstruktion ;) Ich gehe noch mal in die Halle zum Nachdenken. Wenn etwas Vernüftiges dabei herauskommt, melde ich mich hier wieder.

Solange für alle Vorschläge offen.

Regards
Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2009, 02:35 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
:;aha

Ich sass mit einem Freund zusammen, der kurbelte sich eine Zigarette - und nahm sich ZigZag Slim Filter aus seiner Tabakstüte. Trocken, klein, rund, variabel in "Länge" und "Verdichtbarkeit" :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Di 6. Okt 2009, 05:32 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Weil mir das Resulat ganz gut gefiel, hab ich mich dann gleich aufgemacht 2 ULM Derivate von Dual unters Messer zu nehmen.

ULM 1. Etwas brutal gemoddeter 731 DDler mit Rega Lift und Plexi Shell. -Der ist im Gegensatz zum Kenwood "ausgestopft".
ULM 2. Noch nicht ganz fertiger 1228 Arm- Beibehaltung der Antiskating und umfrickeln des Originallifts (nicht ganz sinnvoll + optisch hingefallen). Dafür hab ich dort ein Alu/Cabron Mixmarterial mit nur 6mm Durchmesser eingesetzt, damit ich mir Innenrohr-Bedämpfungsgedanken sparen kann. Antiresonanzgegengewicht eines anderen Dual Tonarmes kompatibel gemacht.

Das Verwenden vorhandener Lagerungen kürzt zwar immer das Verfahren ab :mrgreen: -jedoch hab ich eine alternative Lagerung gerade für "den dünnen Lulatsch" im Kopfe... da würd ich gern mal was probieren... - wo ich recht sicher annehme, dass würde technisch wie auch optisch hohen Anforderungen gerecht.

Immer das Problem mit der Zeit ....


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Sa 17. Okt 2009, 20:06 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
In einer "internen" Diskussion in einem "HighEnd-Ladenlokal" warf jemand, der der Materialkunde mächtig ist ein, man können Glashohlkugeln (wie sie beispielsweise zum Glasstrahlen genommen werden) auch prima einsetzen. Ultraleicht und resonanzhemmend.

Nachdem ich mich bei kompetenter Stelle rückversichert hab :mrgreen: - "ja, gabs schon mal" -
werde ich demnächst mal ein Ärmchen auf Glashohlkugeln umrüsten. :bang:

Grüsse Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Sa 17. Okt 2009, 20:15 
Administrator

Registriert: Di 4. Dez 2007, 23:42
Beiträge: 416
Zitat:
... (wie sie beispielsweise zum Glasstrahlen genommen werden) ...

Das wiederum würde mich sehr wundern. Das macht man mWn mit massiven Glasperlen, die extrem dünnwandigen und leichten Hohlkugeln würden einer Metalloberfläche kaum etwas anhaben können und außerdem sofort zerplatzen. Was du meinst nennt sich Microballoons. Bei 0,15 g/cm³ macht das den Arm auch nicht nennenswert schwerer.

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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Sa 17. Okt 2009, 20:41 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Danke für die Belehrung Holger. Dann werd ich mich mal auf die Socken machen sowas zu beschaffen. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Do 29. Okt 2009, 09:15 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Gestern tätigte ich einen Besuch im Profilager. Da hat man aus Interesse mitgelesen.

Gabs der Belehrungen mehr :mrgreen: zum Aufbau und Umfang Messequipments zur Feststellung effektiver Massen und Resonanzverhalten.

Da wird schon noch passieren, die Frage ist halt nur: Wann? Ausgeliehen hätte man mir das Zeugs...jedoch die Bedienung wohl ein weiterer Lernprozess :arrow:

to be continued

Grüsse Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Do 19. Nov 2009, 11:07 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Während ich noch in Gesprächen schwurbelte...

- Resonanzverhalten beurteilen können und dafür teures Messequipment ausleihen/damit umgehen können...

- Eventuell mal mit einer Bandsalatschnecke Kontakt aufnehmen um Flutter (Standardanwendung für engagierte Tapeheinis) ... darstellen zu können

- Holger B.´s Bedürfnis nach Abgleich "Dynamic Range Metering" so langsam auch für mich nachvollziehbare Konturen annimmt...


Also ganz im Sinne von "Vergleiche schaffen"..vergleichbar machen / gestalten

wird auf anderen Schollen die Weisheit verbreitet:

"Profis kochen auch nur mit Wasser"

ABER KLAR: nur - mit welchem?

und es wird nahezu kritiklos (wo nur? wo nur? ) gekauft. Heieiei.

Will dazu jemand hier was sagen :zweidau:

Grüsse vom rumspielenden, ewigen Spielverderber... Jürgen


Zuletzt geändert von captainchaoshund am Do 19. Nov 2009, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Do 19. Nov 2009, 11:42 
Administrator

Registriert: Di 4. Dez 2007, 23:42
Beiträge: 416
Wie misst "der Profi" denn das Reaonanzverhalten eines Tonarms?
Ich kenne nur eine aussagekräftige Methode, und das ist ein Laser-Interferometer (klick). Und davon gibt's nicht allzu viele in diesem unserem Lande, und das leiht dir bestimmt keiner mal so eben aus...

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 Betreff des Beitrags: Re: Carbon als Tonarm-Rohrmaterial im DIY ausprobieren
BeitragVerfasst: Do 19. Nov 2009, 11:50 

Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:25
Beiträge: 51
Nein Holger, ganz bestimmt wird mir dieses Kasterl niemand "so mal auf die Schnelle" ausleihen.

Bestimmt auch die effektivste Methode :teethbrush: .

Sicherlich sind aber auch schon, bevor es dieses Kasterl gab, Tonarme im Resonanzverhalten beurteilt worden. Ähnlich dem Messverfahren der Tonbandgeräte... Tongenerator. Ein Profi aus meinem Umfeld kann sowas. Ich kann es nicht.

So ging es mir im meinem Posting (wie konntest Du mich missverstehen :fahne: ) doch in erster Linie ums Stänkern. :gotit:

Meinst Du, es ist in dem bestimmten Umfeld, das ich meine, zu einer Messung (beliebiger Tonarmlängen) mit diesem Kasterl gekommen?

Wenn´s an dem ist, dann halte ich meine Klappe und versteck mich gleich wieder unter meinem Stein. :mrgreen: Im Moment bin ich ein wenig destruktiv.

Grüsse Jürgen


edit und PS: Muss ich Dir wiederrum Recht geben:

Nur Carbonrohr ohne Dämpfungsmassnahmen geht gar nicht.

Aber irgenwas kommt am Kabelende an "Musik" immer heraus.

Kann für "jedweden Konstrukt auch immer" so oder so um Optimizing gehen... oder "in die Tonnetreting" :D


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